Ein Vulkan, der vor dem Ausbruch steht, sendet verräterische Signale: Der steigende Druck in seinem Inneren lässt den Berg erzittern, aus seinem Gestein und dem Schlot steigen Gase und Wasserdampf auf. Bisweilen schießen erste Aschewolken in den Himmel. Wissenschaftler machen sich dieses Verhalten zunutze. Geophysiker rüsten Vulkane zum Beispiel mit Sensoren aus, die Gase "erschnüffeln"; Seismometer, eine Art Bewegungsmelder, zeichnen Erschütterungen auf; Wärmekameras bestimmen die Temperatur der emporgeschleuderten Partikel. Und Satelliten im Weltall beobachten den Berg regelmäßig und bemerken sofort, wenn sich die Oberfläche verändert oder Wärme austritt. Der Aufwand lohnt sich: Dank der vielen Messmethoden können heute etwa acht von zehn Ausbrüchen rechtzeitig vorhergesagt werden.

Quelle:Geolino