Donnerstag, 7. März 2013
Woher weiß man eigentlich wie wertvoll Gold ist?
Der Wert von Gold, genauer gesagt der Goldpreis, schwankt genauso wie der Preis eines Apfels. Und er wird auch auf ähnliche Weise ausgehandelt: auf Märkten. Der wichtigste Goldmarkt liegt in Englands Hauptstadt London. Dort treffen sich zweimal täglich die Vertreter von fünf großen Banken. Sie legen den Tagespreis für eine Feinunze Gold fest. Das entspricht 31,1 Gramm. Ob deren Preis im Vergleich zum Vortag steigt oder fällt, hängt vor allem davon ab, wie viele Kunden Gold kaufen und wie viele ihr Edelmetall verkaufen wollen. Ein Schnäppchen hätte man zum Beispiel um den 10. September 2009 machen können. Damals kostete eine Feinunze weniger als 1000 US-Dollar! Ein Jahr später musste man für dieselbe Menge schon 1247 US-Dollar zahlen. Warum Menschen mehr als eine Monatmiete für 31 Gramm Metall ausgeben? Das ist die nächste gute Frage!
Quelle:Geolino



Woher weiß man eigentlich wie ein A klingt?
Wie hoch oder tief ein Ton ist, hängt davon ab, wie oft eine Bass- oder Gitarren-, Klavier- oder Geigensaite pro Sekunde schwingt; bei Blasinstrumenten hängt es mit der Luftsäule zusammen. Tiefe Töne haben weniger Schwingungen als hohe. Welcher Ton nun der sogenannte Stimmton A ist, haben Menschen irgendwann einfach festgelegt. Allerdings klang dieses A von Land zu Land ganz unterschiedlich. Mitte des 19. Jahrhunderts etwa schwang der Stimmton in Italien rund 450-mal pro Sekunde, hatte also eine Frequenz von 450 Hertz. Zu Mozarts Zeiten lag in Österreich die Frequenz bei 421 Hertz, in Frankreich bei 449 Hertz. Ein Tonkuddelmuddel! Um das zu lösen, trafen sich im Jahr 1939 Musiker zu einer Stimmton-Konferenz in London und einigten sich auf einen einheitlichen Stimmton mit 440 Hertz. Genau diesen Ton lassen sich viele Musiker seither von einer Stimmgabel oder einem elektronischen Gerät vorspielen. Und bringen so ihre Instrumente und Zuhörer in gute Stimmung.

Quelle:Geolino



Dienstag, 5. März 2013
Woher weiß man eigentlich wie alt die Erde ist?
Bereits im Jahr 1650 versuchte der irische Erzbischof James Ussher anhand der Bibel, das Geburtsjahr der Erde zu errechnen. Sein Ergebnis: Unser Planet sei im Jahr 4004 vor Christus entstanden. Pustekuchen, wissen Forscher heute, die Erde ist natürlich sehr viel älter. Wie alt, das bestimmen die Experten mithilfe von radioaktiven Stoffen. Diese sind nämlich nicht stabil, sondern verwandeln sich im Laufe der Zeit in andere Elemente. Radioaktives Uran wird etwa zu einer bestimmten Sorte Blei. Allerdings zerfällt in 4,5 Milliarden Jahren gerade mal die Hälfte des Urans. Forscher haben nun in Gesteinsproben gemessen, wie viel Uran und wie viel Blei darin enthalten ist. Aus dem Verhältnis berechneten sie, wie lange das Uran im Gestein schon zerfällt - und schätzen das Erdalter darum auf rund 4,5 Milliarden Jahre.
Quelle:Geolino



Woher weiß man wie dick der Eispanzer der Antarktis ist?
Die Antwort auf diese Frage ist explosiv! Um die Dicke des antarktischen Eispanzers zu messen, brauchen Geophysiker nämlich Sprengstoff. Sie bohren flache Löcher ins Eis und zünden darin kleine Ladungen. Durch die Explosionen entstehen Druckwellen, die durch das Eis laufen und vom darunterliegenden Gestein zurückgeworfen werden. Die Forscher messen nun die Zeit, welche die Druckwellen für ihre Reise zum Boden und zurück brauchen. Je länger die Wellen benötigen, desto dicker ist das Eis. Zudem messen Forscher die Eisdicke aus der Luft: Mit einem Flugzeug, unter dessen Tragflächen Antennen angebracht sind, fliegen sie über die Antarktis. Die Antennen senden Radarwellen aus, die ähnlich wie die Druckwellen durch das Eis und zurück laufen. So wissen die Experten aus zwei verlässlichen Quellen, dass sich das Eis der Antarktis im Durchschnitt 2100 Meter, an seiner mächtigsten Stelle sogar bis zu 4775 Meter auftürmt.
Quelle:Geolino



Woher weiß man eigentlich wie spät es ist?
Klare Sache: indem man auf die Uhr schaut! Aber woher weiß die Uhr, welche Stunde ihr schlägt? Weil wir sie, wie alle Uhren rund um den Globus, nach der sogenannten Weltzeit stellen. Und die wird von Atomuhren bestimmt. Diese Uhren ticken seeehr genau: Ein Tag dauert nach ihnen immer exakt gleich lang. Damit sind die Atomuhren sogar erheblich genauer als die Sonnenzeit, die sich aus dem Stand der Sonne über jedem Punkt der Erde berechnen lässt. Aber unser Planet dreht sich unterschiedlich schnell um sich selbst. Die Tage sind gemäß Sonnenzeit also mal kürzer, mal länger und weichen dementsprechend etwas von der Atomzeit ab. Darum haben Physiker "Schaltsekunden" erfunden: Wenn nötig, stoppen sie die Atomuhren für eine Sekunde und gleichen sie der Erdrotation an. Nach dem Ergebnis dieser Anpassung richten sich schließlich die Uhren weltweit - und gehen so stets mit der Zeit.
Quelle:Geolino



Woher weiß man wie kräftig T. rex zubeißen konnte?
Vor 65,5 Millionen Jahren krachte ein Meteorit auf die Erde, so heftig, dass alle Dinosaurier ausstarben, auch Tyrannosaurus rex. Um herauszufinden, wie fest dieser einst zubeißen konnte, untersuchte der US-amerikanische Forscher Gregory Erickson darum zunächst die Beißkraft eines Alligators - kein Saurier zwar, doch immerhin ein fleischfressendes Reptil.

Er schob ihm einen Knochen ins Maul und ließ ihn zubeißen. Dann legte er ein Messgerät zwischen die Zähne des Reptils, das die Beißkraft anzeigte: 9,5 Kilonewton war sein stärkster Biss. Nun verglich Erickson die Biss-Spuren des Alligators auf dem Knochen mit den Biss-Spuren von T. rex auf uralten Skelettfunden seiner Opfer. Die Kerben darin waren noch viel tiefer! Der Forscher musste jetzt nur noch die Beißkraft des Alligators entsprechend der Kerbentiefe der T.-rex-Bisse hochrechnen. Das Ergebnis: rund 70 Kilonewton - gut siebenmal mehr als der Alligator, mehr als 50-mal mehr als ein Mensch.
Quelle:Geolino



Woher weiß man eigentlich wie viel Blut ein Mensch besitzt?
Wie viel Blut im Körper eines Menschen fließt, ist unterschiedlich - je nachdem, wie groß und schwer er ist. Meist schätzen Mediziner das sogenannte Blut-Volumen. Dazu veranschlagen sie bei einem Kind pro Kilogramm Körpergewicht 80 Milliliter Blut, bei Erwachsenen sind es 55 bis 65 Milliliter. Ein 35 Kilogramm schweres Mädchen besäße demnach etwa 2,8 Liter Blut. Bei einem 80 Kilogramm schweren Mann wären es bis zu 5,2 Liter. Möchte ein Arzt das Blut-Volumen genau bestimmen, spritzt er seinem Patienten eine abgezählte Menge markierter roter Blutkörperchen. Nach vier Minuten haben sich diese gleichmäßig im Körper verteilt. Dann nimmt der Arzt etwas Blut ab und zählt die in der Probe enthaltenen markierten Blutkörperchen. Anhand einer Formel errechnet er nun die exakte Blutmenge.
Quelle:Geolino



Woher weiß man eigentlich was Tiere sehen?
Fragen kann man sie nicht. Darum wissen wir Menschen auch nicht wirklich, was Tiere sehen - wir haben nur Hinweise. Der wichtigste: der Aufbau der Augen, davon hängt das Sehvermögen eines Tieres ab. Die Fliege auf dem Foto etwa blickt mit zwei großen Facettenaugen in die Welt. Jedes von ihnen setzt sich aus rund 4000 Einzelaugen zusammen. Von denen wiederum erfasst jedes einzelne nur einen kleinen Ausschnitt der Umgebung. Forscher glauben deshalb, das Gehirn von Insekten setze sich sein Bild wie ein Mosaik aus einzelnen Lichtreizen zusammen. Doch ob Fliegen oder auch Katzen, Vögel, Hamster etwa Farben erkennen, müssen Wissenschaftler in Experimenten testen. Dafür dressieren sie die Tiere auf bestimmte Farben und belohnen sie mit Nahrung. Bei Versuchen mit Hunden kam so heraus, dass sie die Welt vor allem in Blau und Grün sehen.
Quelle:Geolino



Woher weiß man eigentlich wie heiß es in der Sonne ist?
Heiß, heißer - Sonne: Auf unvorstellbare 15,7 Millionen Grad Celsius bringt es der Stern in seiner Mitte, dem Sonnenkern! Diese Temperatur wurde jedoch von keinem Thermometer gemessen. Wie auch? Man kann ja nicht einfach zur Sonne fliegen und ein Thermometer hineinstecken. Forscher errechnen die Temperatur also, und das mithilfe von Schallwellen. Helioseismologie nennt sich diese Wissenschaft. Sie gelingt, weil die Sonne wie eine Lautsprecherbox vibriert. Abermillionen Schwingungen wandern ständig durch den Gasball und hinterlassen je nach Wanderroute spezielle Lichtmuster auf der Sonnenoberfläche. Die Forscher beobachten diese Muster mit Teleskopen, untersuchen sie mit Messgeräten und wandeln ihre Ergebnisse am Computer in Bilder und Zahlen um. Eine Aufgabe - einzig und allein für Physik-Profis!
Quelle:geolino



Woher weiß man wie viele Menschen auf der Erde leben?
Laut Hochrechnung der Weltbevölkerungsuhr leben genau in dem Moment, in dem diese Zeilen geschrieben werden, 6.926.853.090 Männer, Frauen und Kinder auf der Erde. Und jede Minute kommen derzeit rund 158 Menschen hinzu. Mathematiker des US-amerikanischen Population Reference Bureaus (Bevölkerungsstatistik-Büro) errechnen diese Zahl auf der Weltbevölkerungsuhr und aktualisieren sie auch ständig. Gemeinsam mit den Vereinten Nationen sammeln sie für jedes Land der Erde Daten über die Zahl der Menschen, die dort geboren werden, leben und sterben. Dazu werten die Experten Volkszählungen aus, fragen bei Statistik-Ämtern nach oder recherchieren bei Organisationen wie der Weltbank, die in den Ländern arbeiten. Wo Zahlen fehlen, schätzen sie. Am Ende rechnen die Fachleute alle Daten in ihren Computern zusammen. Heraus kommt der Wert, den ihr auf der Weltbevölkerungsuhr jederzeit aktuell ablesen könnt.
Quelle:Geolino